Startseite
Biografie
Werkverzeichnis
CDs
Klang
Partituren
Notenbeispiele

IIIZ+
Gitarre

Gästebuch

english
O P E R . B Ü H N E


An diesem Ort
Prolog und Szene
 für Sopran und Kammerensemble

Libretto: Silke Kruse





ort2

»An diesem Ort« ist die Geschichte einer Frau,
die Abend für Abend am gleichen Ort den Gefährten einer Liebesnacht zurück erwartet.
Als eine Art Wahnsinn ihr seine Rückkehr vorgaukelt,
durchlebt sie die Begegnung ein zweites Mal.




                                                    


prolog2audio
Ja...ja...hier wohl,
ja, hier muß es gewesen sein,
aber das ist lange her.
An diesem Ort
spielte die Geschichte,
die ich grade lese.
Sie handelt von einer Frau,prolog1
die hier einen Geliebten hatte
für eine Nacht, und ihn seitdem,
solang man denken konnte,
hier auch Tag für Tag -
Abend für Abend
aufs Neue erwartete, aber
er kam nicht zurück.










Wo ist mein Schatz geblieben?
Hat ihn keiner gesehn?
auftretend











kauernd_mauer
Ich warte hier solang, bis er kommt.
tanzend2
 So schwarz und leer,
so weit und groß
und dunkel ist der Ort.
audio                                 
Und keiner kennt
den schönen Ort,
der ist für mich allein.
tanzend



Vision
Was ist das bloß?


abgewendet_mauer
Wo warst du so lange?




audio
Auf dem dünnen Eis,
auf dem leichten Schnee,
stehen zwei zusammen
über dem tiefen See.“
angelehnt


stehend_mauer

„Blieben stehn und träumten,
und sind nicht mehr erwacht,
denn das dünne Eis hielt
nur für eine Nacht.“



hinten_mauer2

audioDu kamst aber nicht, auch nicht den nächsten Abend.
Dann wurden die Abende immer kürzer
und irgendwann wieder länger,
und Abend für Abend hatte ich Zeit zu erinnern,
was du beim Gehen noch alles gesagt hast:
„...hier am gleichen Ort. Aber warte nicht auf mich,
wenn es Nacht wird, geh nach Haus.
Und nun laß mich weg, es wird schon hell.“
Mehr sagtest du nicht,
das war alles.

hinten_mauer3



werfend
mach, daß du wegkommst,



sitzend
audioNein, nicht, du nicht,
du bist es ja nicht,
du bist hier nicht mehr.
Nie mehr! Nie mehr
kommt er hierher,
nicht mehr zu mir.
Den ich hier hielt,
der ist nicht mehr,
und der noch lebt,
ist ein andrer anderswo.

Ich weiß nicht, wo ich bin.
Welch ein dunkler Ort!
sitzend2





abgehend4
audioDie Sonne verschwand,
und der Abend ist hell,
aber schön und groß
strahlt mein Schatz.

Wie ein Stern von draußen
ist er hier aufgetaucht,
plötzlich zurückgekommen
wie ein Gedanke, und so

vergeht er auch wieder,
und ich gehe weiter,
suche ihn hier nicht mehr,
such ihn bei mir.
abgehend2








blue noise2                                       

Uraufführung im Heckentheater Rheinsberg 1999

Auftragswerk der Stiftung Schlösser und Gärten Berlin/Brandenburg
Anläßlich der Einweihung des neugestalteten Heckentheathers Rheinsberg

Maacha Deubner, Sopran  


Blue Noise & Gäste
Klaus Schöpp, Flöten
Kai Rapsch, Oboe
Christian Balcke, Klarinetten
Matthias Leupold, Violine
Anna Carewe, Violoncello
Masatoshi Saito, Kontrabaß
Jens Gagelmann, Schlagzeug
  Philip Mayers
, Klavier

 Lutz Seelig, Regie

Philip Mayers, musikalische Leitung
Silke Kruse, Bühne
Sukyoung Byun, Kostüm



blue noise

 ...und I.C., Souffleur


zurück zum Seitenanfang








Inanna und Gilgamesch

gilgamesch6


Jährlich hält die Stadtgöttin von Uruk, Inanna, "Heilige Hochzeit" mit einem
neuen König. Diesmal soll der wilde Enkidu den amtierenden König Gilgamesch
im Kampf um Inanna besiegen und ablösen, aber als keiner der beiden Männer
den Kampf gewinnt, schließen sie Freundschaft. Inanna ruft Gilgamesch zu
einer weiteren Hochzeit, doch er lehnt ab. Die gedemütigte Göttin läßt den
Himmelsstier auf ihn los. Gemeinsam töten Gilgamesch und Enkidu den Stier.
Aus Rache tötet Inanna Enkidu. Der untröstliche Gilgamesch macht sich auf
die Suche nach dem Lebenswasser für Enkidu, findet es auch, aber Inanna,
Göttin über Leben und Tod, nimmt es ihm, und damit allen Menschen, für immer weg.
Der Text "Inanna und Gilgamesch" gründet auf dem akkadischen Gilgamesch-Epos
aus dem 12. vorchristlichen Jahrhundert und verarbeitet Motive aus
Fragmenten anderer vorderasiatischer, z.T. viel älterer
Gilgamesch-Dichtungen und sumerisch/akkadischer Kultlyrik.


The antique myth, showed from the point of the divine queen Inanna.
A picture series of  hundred miniature-paintings which had been painted directly on the slides.
Projected on a screen, they can become up to 5x5 meters and are from an impressive brightness.
The pictures will be projected from two projectors alternately - also at the same time -
so that fascinating mixtures of the pictures are resulting.
 In between there are in very brief form insertions of text which outlines the history roughly.
Together with the music Inanna and Gilgamesch for gongs and changgu which will be performed live
it results an unexpectedly dramatic narrative form.
A not yet realized open-air performance would open an additional dimension.

 



       




Paintings, text and projection: Silke Kruse

Composition und live music: Il-Ryun Chung (Changgu and Gongs)

Duration: ca. 50 minutes

Premiere: may 1998 in the Kulturbrauerei/Berlin





gilgamesch2







Die Bilderserie wurde direkt auf Dias gemalt,
die projeziert bis zu 5x5 Meter groß werden können
und von beeindruckender Leuchtkraft sind.











gilgamesch1








Die Bilder werden von zwei Projektoren abwechselnd projeziert
- also auch gleichzeitig -
so daß fazinierende Mischungen der Bilder
entstehen.










gilgamesch4







 Dazwischen gibt es in sehr knapper Form Einblendungen von Text, der die Geschichte grob skizziert.











gilgamesch3




Zusammen mit der Musik Inanna und Gilgamesch für Gongs und Changgu, die live dazu gespielt wird resultiert eine unerwartet dramatische Erzählform.







gilgamesch5










Eine noch nicht realisierte Freilichtaufführung würde eine zusätzliche Dimension eröffnen.









Bilder, Text and Projektion: Silke Kruse
Komposition und Live-MusiK: Il-Ryun Chung (Changgu und Gongs)
Auffürungsdauer: ca. 50 Minuten

Uraufführung: Mai 1998 in der Kulturbrauerei/Berlin


Paintings, text and projection: Silke Kruse
Composition und live music: Il-Ryun Chung (Changgu and Gongs)
Duration: ca. 50 minutes

Premiere: may 1998 in the Kulturbrauerei/Berlin




Kontakt und Information:
anthea theater international
Gert Engel
e-mail: engel.anthea@t-online.de

Nähere Informationen über Silke Kruse erhalten Sie auf ihrer Website:
Silke Kruse

 

zurück zum Seitenanfang/back to the top